Diesen Sonntag: Vernissage »Der letzte Reichsbürger«

(c) Hofmann&Lindholm / „Der letzte Reichsbürger“ (2021)

Um 15 Uhr eröffnet am Sonntag, den 25. Juli die Ausstellung »der letzte reichsbürger« von Hofmann&Lindholm. Auf dem Dach des Schaubüdchens errichten sie ein ideologisches Paralleluniversum und arbeiten an einem Porträt des letzten Reichsbürgers im Kleinformat.

Neben der Ausstellung ist für eine angenehme Atmosphäre und Getränke (auf Spendenbasis) gesorgt. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Bitte beachten: Für die Teilnahme an der Vernissage gelten personenzahlmäßige Zugangsbeschränkungen für den Innenraum, daher ist mit kürzeren Wartezeiten zu rechnen. Hygieneabstand und Tragen einer Maske sind verpflichtend.

Gemeinsamer Abend mit Radiostück

Hofmann&Lindholm: alles spricht

Am 10. Juli um 19 Uhr im Schaubüdchen

Frau B., eine angesehene Kommunalpolitikerin in einer niedersächsischen Kreisstadt, erhielt regelmäßig Botschaften durch ihr linkes Knie. Es schmerzte nicht, es sprach. Frau B. war davon überzeugt, dass sich ihre verstorbene Großmutter mit Hilfe eines Gelenkknorpels Gehör verschaffte, um ihr Ratschläge zu erteilen. Frau B. richtete sich gerne nach diesen Empfehlungen – schließlich war die Beziehung der beiden zu Lebzeiten der Verstorbenen stets von Wohlwollen geprägt.

In alles spricht erforschen Hofmann&Lindholm Einflüsterungen, die den Alltag von Empfängerinnen und Empfängern heimsuchen – durch Geister, Dinge und Bakterien, mediale Kanäle oder atmosphärisches Rauschen – und gehen der Frage nach, wie abseitige Kommunikationsformen und eigenwillige Stimmen – gewollt oder ungewollt – ihr Leben beeinflussen. Dabei begegnet das Regieteam Menschen, die im non-verbalen Austausch stehen, feinstoffliche Signale wahrnehmen und deuten können, die den Botschaften von toten Verwandten, Gebrauchsgütern oder den eigenen Organen lauschen und bereit sind, das Empfangene für die Hörer*innen zu übersetzen.

„Die Frage, was wir da eigentlich vor uns haben macht einen Teil des Reizes dieses Ätherzaubers aus. […] So unbefangen und vielsinnig wie in diesem Hörstück wird selten ins Jenseits hinübergelauscht.“ 
Oliver Jungen, Medienkorrespondenz 4/6/2

Mit: Empfängerinnen und Empfängern, denen Anonymität zugesichert wird
Realisation: Hannah Hofmann und Sven Lindholm
Ton und Technik: Peter Harrsch
Redaktion: Tina Klopp

alles spricht ist eine Produktion von Deutschlandfunk mit dem WDR und dem Bayrischen Rundfunk 2021.

Hofmann&Lindholm werden im Rahmen der Spitzenförderung Theater vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW gefördert.

Bitte beachten Sie

Entsprechend der aktuellen Corona-Schutzverordnung bitten wir um Anmeldung unter info@schaubuedchen.de oder unter 0157 38 33 33 28.
Bitte geben Sie dabei Ihren Namen, Ihre Adresse und eine Telefonnummer an.

Für Ihren Besuch benötigen Sie den Nachweis eines negativen Corona-Testergebnisses einer Teststelle, eines niedergelassenen Arztes oder einer Apotheke. Selbsttests reichen nicht aus.
Tragen Sie bitte während der Veranstaltung eine Maske und halten Sie den empfohlenen Mindestabstand sowie die Hygieneregeln ein.

Hofmann&Lindholm casten für ein Projekt am Schaubüdchen!

Während ihrer Residenz im Juli beschäftigen sich Hofmann&Lindholm im Kiosk für Kleine Künste mit Fragen der Isolation: Sie errichten auf dem Dach des Schaubüdchens ein ideologisches Paralleluniversum und arbeiten an einem Porträt des letzten Reichsbürgers im Kleinformat.

Hierzu bildet folgende Einladung den Auftakt:

Kleindarsteller gesucht! Hofmann&Lindholm casten den letzten Reichsbürger.
Arbeitsaufwand ca. 4 Stunden (Fotoshooting im Studio), auf Honorarbasis.
Die Castings finden in der Zeit vom 5. – 10.7.21 im Schaubüdchen statt.
Anmeldung unter: kontakt@hofmannundlindholm.de

Die Ausstellung wird vom 25. bis zum 30. Juli vor Ort zu sehen sein. Die Vernissage findet am 25. Juli um 15 Uhr statt.

Aktuell: »you talking to me always lights me up«

Hinter diesem Titel verbirgt sich eine Lichtinstallation, mit der man telefonieren kann. Die Matrix aus Birnchen an den Wänden reagiert auf alles, was an Geräuschen vom anderen Ende der Leitung kommt. Es blinkt unten links, es leuchtet oben rechts, die ganze Wand flackert – schön, deine Stimme zu sehen.

Mehr unter „Residents Juni: scheinzeitmenschen“!

Umbau für eine neue Installation

Video: (c) scheinzeitmenschen

Nach »you stepping by really moves me« laden die scheinzeitmenschen in Kürze wieder dazu ein, mit neuen partizipativen Installationen das Büdchen zu verändern und sich über das, was Überraschendes passiert, zu freuen und auszutauschen. Gerade wird bei sommerlicher Hitze auf Hochtouren umgebaut.

Wir freuen uns schon sehr!

Träume werden wahr!

Ab sofort sind am Schaubüdchen lauter bunte Vogelhäuschen zu sehen. Aber hier werden keine gefiederten Leute einziehen, die haben ihre Nester schon anderswo. Nein, die Häuschen bieten Nistplätze für Träume! Kommen Sie vorbei, schreiben Sie einen kleineren oder größeren Wunsch oder Traum auf und werfen Sie ihn in eines der Häuschen – nach etwa drei Monaten werden alle Träume flügge und gehen in Erfüllung!

„Träume werden wahr!“ weiterlesen

Ab jetzt zu Gast: scheinzeitmenschen

Foto: (c) Ulrike Weidlich

Im Juni bespielt das Duo scheinzeitmenschen das Büdchen. Und zwar, soviel darf schon verraten werden, mit ganz unterschiedlichen Materialien. Manche davon sind bunt und stabil, andere ›eintönig‹ und flüchtig – und sie erstrecken sich über alle Ecken und Kanten des Büdchens. Am 3. Juni geht es los. Hier bald dazu mehr!

www.scheinzeitmenschen.eu

Hoher Besuch am Schaubüdchen!

Foto: © Judith Fromme

Am 12. Mai besuchten Ministerin Ina Scharrenbach (Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung) und Herr Bürgermeister Dr. Sascha Dewender (Stadt Bochum) das Schaubüdchen und wünschten mit einem herzlichen Glückauf gutes Gelingen für das Projekt.

Mit ihrer Idee, Kunst ins Büdchen zu bringen, tragen die Initiatoren und Initiatorinnen produktiv zur Weiterentwicklung von Identität und Identifikation im Ruhrgebiet bei, so Ministerin Ina Scharrenbach. Im Strukturwandel stehe das Ruhrgebiet vor neuen Herausforderungen, denen das Programm »#heimatruhr« mit der Förderung ausgewählter Kunst- und Kulturprojekte begegne. So wandle sich auch das baulich einmalige, aber schon eine Weile leerstehende Büdchen in der Bochumer Ursulastraße nun vom »Leerstand in ein Leergut«, in etwas sehr Positives also, das das Viertel und die Stadt bereichere. So mache »#heimatruhr wirklich Laune«, sagte Frau Scharrenbach sichtlich gut gestimmt.

Das Schaubüdchen, ergänzte Herr Bürgermeister Dewender, knüpfe in produktiver Weise an die heimatstiftende Büdchen-Kultur des Ruhrgebiets an und sei damit nun selbst »ein Stück Heimat an der Ecke«. Mit seinen 15 Quadratmetern Fläche biete es eine, so Dewender augenzwinkernd, »schnuckelige Erlebnisfläche«, die es zu einem Treffpunkt im Quartier mache.

Nach einem Rundgang entlang der Ausstellungen, die u.a. aktuell von dem Performance-Kollektiv dorisdean stammen, und der Überreichung kleiner Dankes-Geschenke an die Gäste verabschiedete man sich zu einem baldigen Wiedersehen am Büdchen.


Die Besucher*innen und Initiator*innen freuen sich auf den Sommer und eine hoffentlich bald entspanntere Lage, die neue und gemeinschaftliche Projekte und Veranstaltungen erwarten lassen.

Wir danken sehr für die anerkennenden, herzlichen Worte und den Besuch von Frau Ministerin Ina Scharrenbach, Herrn Bürgermeister Dr. Sascha Dewender sowie Herrn Bertram Frewer (Kulturbüro der Stadt Bochum) und Frau Marion Edelhoff und Herrn Matthias Schliewe (ecce GmbH)!

dorisdean – die ersten Residents im Schaubüdchen!

Ab sofort übernimmt das Performancekollektiv dorisdean für den gesamten Monat Mai das Büdchen in der Ursulastraße. Hier werden Hörstücke, Performances und noch zu Erarbeitendes entworfen, wiedererinnert und in die Fenster und Kanäle des Büdchens gebracht. Wir sind gespannt und freuen uns!

dorisdean ist ein freies post-inklusives Performancekollektiv und arbeitet seit 2011 in unterschiedlicher Besetzung zu Fragen des menschlichen Zusammenlebens, der Kommunikation und des Unbehagens.  Im Schaubüdchen lädt dorisdean dazu ein, Vergangenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges zu erleben.

www.dorisdean.de