Über das Projekt

Bild eines Kiosk in Bochum. Ca. 80er Jahre.
Foto: © Hans Günter Kaiser

Zu Beginn des neuen Jahres eröffnet nahe der Innenstadt Bochums
Das Schaubüdchen – Kiosk für Kleine Künste: ein Kleinstraum für Kunst, Literatur und soziale Erzählungen.

Ausgestellt werden hier Texte, Fotografien, Gegenstände, Audio, Video und Licht. Und das auf hochkonzentrierten 15 Quadratmetern Fläche eines ehemaligen Kiosks.
Zudem entstehen Gesprächsformate zu sozialen Fragestellungen, eine krisensichere Kommunikationsplattform für die Menschen des Viertels und die Besucher*innen des Kiosks, eine Fortsetzungsgeschichte und kleinere thematische Wechselausstellungen zur Kiosk-Kultur, zur Geschichte des Ortes und zu aktuellen Fragen der Menschen, der Stadt, der Umgebung.

Für das Programm im Jahr 2021 haben wir Künstler*innen des Ruhrgebiets eingeladen, das Schaubüdchen mit uns zu bespielen.
Sie alle fallen in ihren Arbeiten durch einen besonderen Blick für Orte, ein gutes Gespür für Zeitfragen und durch ihre ganz eigenen künstlerischen Strategien auf. Ihre Kunstformen eignen sich außerdem für einen so außergewöhnlichen Raum besonders.
Damit möchten wir regelmäßig temporäre Einblicke in die Arbeitsweisen und Formenvielfalt künstlerischer Positionen des Ruhrgebiets ermöglichen.

Das Schaubüdchen ist mit seiner ebenen Straßenlage, seiner Geschichte und durch seine besondere soziale Architektur gedacht als eine orts-
bewusste »Galerie um die Ecke«, ein »Ausstellungsraum en passant« und als ein Fenster in die Zeit.
Denn neben den künstlerischen Arbeiten, die sich hier ereignen, sammeln wir in Gesprächen mit Anwohner*innen, Expert*innen und Initiativen Geschichten, Erinnerungen und Gedanken zu Fragen des Zusammenlebens, der Stadtgesellschaft, des urbanen Wandels und der Kiosk-Kultur. Diese bringen wir in ein literarisches und künstlerisches Archiv des Viertels.

Das Schaubüdchen öffnet Anfang 2021 seine Schau- und Hörfenster.
Der Weg zum Kiosk wird in Kürze bekannt gegeben.

Wir freuen uns auf Sie und Euch!


………………………………………….

Das Schaubüdchen wird entwickelt und kuratiert von Dunkelkammer | Raum für Entwicklung und bespielt, bedruckt, beleuchtet, bebildert und belauscht in Zusammenarbeit mit den eingeladenen Künstler*innen, Expert*innen, Initiativen. Und es wird nicht zuletzt ermöglicht durch die Beteiligung der Bochumer Bürger*innen, die dem Schaubüdchen  ihre Geschichten, Erinnerungen und Gedanken anvertrauen.
Wir danken allen Beteiligten herzlich und freuen uns auf das, was hier entsteht.

Das Vorhaben wird realisiert mit der freundlichen Unterstützung der Projektförderung #heimatruhr des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen. #heimatruhr wird durchgeführt vom Institut für Arbeit und Technik der Westfälischen Hochschule und dem european centre for creative economy (ecce GmbH).

Dunkelkammer | Raum für Entwicklung
ist eine künstlerische und forschende Arbeitsgemeinschaft von Dr. Judith Schäfer & Philipp Blömeke.
www.dunkelkammer.info