Installative Ausstellung // Mascha Burkardt / Paula Evers / Pia Fenske



24.06. 17-21 Uhr / 25.06.+ 26.06. 16-20 Uhr / 27.06. 14-20 Uhr
Der Blick auf den weiblichen Körper ist von Machtverhältnissen und Erwartungen geprägt. Noch immer soll der Körper ständig schwankenden Normen und Schönheitsidealen entsprechen, was maßgeblich zur Erhaltung patriarchaler Strukturen beiträgt. Diese Normen sind für die meisten Menschen unerreichbar, wodurch ein immer größer werdendes Streben nach Perfektion entsteht.
Wie findet sich nun aber ein kranker, weiblich gelesener Körper in diese Normativität ein, in der bereits gesunde Körper schwerlich einen Platz finden? Ihm ist eine Krankheit immanent, die entweder sichtbar ist und den Körper in seiner Form beeinflusst oder versteckt und überhaupt nicht wahrzunehmen ist. Er wird politisch, zunächst im Verborgenen, bis das zu Verbergende nicht mehr verborgen werden kann. Gleichzeitig geht der politischen Ebene eines kranken Körpers die private, körperliche und emotionale Ebene voraus.
In der installativen Ausstellung beschäftigen sich Mascha Burkardt, Paula Evers und Pia Fenske mit Körperlichkeit, die von Krankheit beeinflusst wird. Pia Fenske verarbeitet hier ihre Erfahrungen und ihre Lebensrealität mit der Krankheit Lipödem, die durch sowohl physische als auch psychische Schmerzen geprägt ist. Der Sound greift mithilfe von Texten von Paula Evers die Auseinandersetzung mit einem kranken Körper auf, indem Paula Evers und Mascha Burkardt ihre eigenen chronischen Krankheiten auditiv beleuchten. Durch die Ästhetisierung von Krankheiten entsteht hier eine Sichtbarmachung.
Pia Fenske – Konzept und Skulptur, Mascha Burkardt – Konzept und Sound, Paula Evers – Text
Es besteht die Möglichkeit einer Tastführung.

Mascha Burkardt, Paula Evers und Pia Fenske arbeiten erstmals als Künstler:innenkollektiv zusammen und befragen die eigene Körperlichkeit. Dafür verbinden sie verschiedene künstlerische Positionen und Medien, wie Plastik, Text und Sound. Alle drei Künstler:innen bringen ihre eigene künstlerische Praxis mit ein, wodurch die Arbeit von Performance, bildender Kunst und Lyrik geprägt ist. Sie wollen mithilfe dieser Interdisziplinarität einen Dialog schaffen und durch die Kunst zum Austausch einladen.
insta: @maschauuuuuun @piajette_ @pauliera
